| Bocholt (kse). Auch in dieser Woche haben wir uns einen interessanten Beruf aus den verschiedenen Innungen herausgepickt, den wir Ihnen im Rahmen unserer Serie ,,Azubis über die Schulter geschaut" einmal näherbringen möchten. So stellen wir heute den Beruf des Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik vor. Als Gesprächspartner stellte sich uns hierfür Stefan Klein-Bölting zur Verfügung. Er ist im zweiten Lehrjahr, 17 Jahre alt und geht am Berufskolleg an der Schwanenstraße in Bocholt zur Schule. Stadt-Kurier: Welche besonderen Voraussetzungengen oder Fähigkeiten sollte man mitbringen, wenn man deinen Beruf erlernen möchte? Stefan Klein-Bölting: Handwerkliches Geschick sollte man schon mitbringen in diesem Beruf. Aber auch schwere Arbeit sollte man nicht scheuen. Stadt-Kurier: Welche schulischen Vorraussetzungen muss man für eine Ausbildung in diesem Beruf mitbringen? Stefan Klein-Bölting: Es reicht aus, wenn man ein gutes Abschlusszeugnis von der Hauptschule besitzt. Stadt-Kurier: Ist es schwierig einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Stefan Klein-Bölting: Meiner Meinung nach ist es schon schwierig einen Ausbildungsplatz zu bekommen, da es leider immer mehr Firmen gibt, die einfach keine Ausbildungsstellen mehr anbieten. Stadt-Kurier: Wieso ist für dich gerade das Sanitärhandwerk so interessant und weshalb hast du dich dafür entschieden? | | 
Stefan Klein-Bölting: Er ist interessant, weil man an vielen verschiedenen Orten arbeitet. Außerdem hat man besonders abwechslungsreiche Aufgabengebiete sodass es nie langweilig werden kann. Stadt-Kurier: Erlernen überwiegend Männer oder Frauen diesen Beruf? Stefan Klein-Bölting: Bei uns arbeiten eigentlich fast ausschließlich Männer. Nach meiner Ansicht haben Frauen in diesem Beruf noch keinen Fuß gefasst. Stadt-Kurier: Was sind spezielle Aufgaben bei der Arbeit? Stefan Klein-Bölting: Man hat häufig mit Rohren, Kesseln oder auch Speichern zu tun. Stadt-Kurier: Wie läuft der Unterricht, bzw die schulische Ausbildung ab? Stefan Klein-Bölting: Berufsschule haben wir zweimal in der Woche. Stadt-Kurier: Gibt es überbetriebliche Fortbildungen? Stefan Klein-Bölting: Ja, auch wir haben in unserer Ausbildung einmal im Jahr eine überbetriebliche Fortbildung im Lehrplan | | |
| stehen. Sie gehen dann jeweils über die Dauer von zwei Wochen. Stadt-Kurier: Welche beruflichen Perspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten hat man? Stefan Klein-Bölting: Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten sich beruflich weiterzuentwickeln. So kann man zum einen den Meister machen oder sich zum Berufsschullehrer oder Heizungsbauer weiterbilden. Stadt-Kurier: Wie sieht die finanzielle Seite aus? Stefan Klein-Bölting: Im erstenLehrjahr gibt es 467,50 Euro, im zweiten 478,50 Euro, im dritten 523,50 Euro und im vierten und letzten Lehrjahr bekommt man 560,50 Euro brutto ausbezahlt. Stadt-Kurier: Hat sich das Berufsbild in den vergangenen Jahren verändert? Stefan Klein-Bölting: Die Berufe Gas- und Wasserinstallateur und Zentralheizungs- und Lüftungsbauer wurden nun in einen Beruf zusammengefasst. Er heißt jetzt Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Stadt-Kurier: Wie sehen die Zukunftsperspektiven in dem Gewerbe aus? Stefan Klein-Bölting: Ich denke, in jedem Fall arbeite ich in einem Beruf mit Zukunft. Stadt-Kurier: Herzlichen Dank für das Gespräch und noch alles Gute für deine weitere Zukunft. | | |